Das Wort

Jungspross (יוֹנֵק yônêq)

Vor seinen Augen wuchs er auf wie ein junger Spross, wie ein Wurzeltrieb aus trockenem Boden. Er hatte keine schöne und edle Gestalt, sodass wir ihn anschauen mochten. Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm. (Jes 53:2)

וַיַּ֨עַל כַּיּוֹנֵ֜ק לְפָנָ֗יו וְכַשֹּׁ֨רֶשׁ֙ מֵאֶ֣רֶץ צִיָּ֔ה לֹא־תֹ֥אַר לֹ֖ו וְלֹ֣א הָדָ֑ר וְנִרְאֵ֥הוּ וְלֹֽא־מַרְאֶ֖ה וְנֶחְמְדֵֽהוּ׃

Et ascendit sicut virgultum coram eovet sicut radix de terra sitienti. Non erat species ei neque decor, ut aspiceremus eum, et non erat aspectus, ut desideraremus eum.

ἀνηγγείλαμεν ἐναντίον αὐτοῦ ὡς παιδίον, ὡς ῥίζα ἐν γῇ διψώσῃ, οὐκ ἔστιν εἶδος αὐτῷ οὐδὲ δόξα· καὶ εἴδομεν αὐτόν, καὶ οὐκ εἶχεν εἶδος οὐδὲ κάλλος.

Ein junger Baum verspricht Leben, sanfte Schatten an einem heißen Tag und Früchte, wenn die Zeit der Reife gekommen ist. Bäume sind treu, sie sind immer dort zu finden, wo wir sie gepflanzt haben. Jesaja verwendet ein bedeutungsvolles Bild, denn dieser junge Spross stammt etymologisch von einem Verb ab, das Stillen, Saugen bedeutet – יָנַק [yânaq]. Das ist also ein Baby, ein Kleinkind, jemand, der Pflege und Schutz braucht, weil er völlig abhängig ist. Daher übersetzt die LXX dieses Wort als παιδίον [paidion], also Kind. Dieser Gedanke passt eher zu Weihnachten, als wir Jesus in Windeln gewickelt in einer Krippe liegen sahen. Heute werden sie Ihn in Grabtücher wickeln und ins Grab legen. Aber dieser junge Spross hat die Macht, den Fels des Todes zum Platzen zu bringen.

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