Das Wort

Abend (ὀψία opsia)

Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu Ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. (Mt 14,15)

Ὀψίας δὲ γενομένης προσῆλθον αὐτῷ οἱ μαθηταὶ λέγοντες· ἔρημός ἐστιν ὁ τόπος καὶ ἡ ὥρα ἤδη παρῆλθεν· ἀπόλυσον τοὺς ὄχλους, ἵνα ἀπελθόντες εἰς τὰς κώμας ἀγοράσωσιν ἑαυτοῖς βρώματα.

Vespere autem facto, accesserunt ad eum discipuli eius, dicentes: Desertus est locus, et hora iam præteriit: dimitte turbas, ut euntes in castella, emant sibi escas.

Das Evangelium geschieht zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten. Der Punkt ist, dass selbst eine solche wesentliche Bedingung unserer Existenz nicht außerhalb der Reichweite von Gottes Handeln liegt. Der Abend ist der Abschluss des Tages, die Rückkehr nach Hause, das Abendessen. Die Umstände der heutigen Szene veranlassen die Jünger, Jesus zu bitten, die Menschen wegzuschicken. Aber Er möchte eine andere Wirtschaft zeigen. An diesem Abend wird ein leerer Ort gastfreundlich, voller Güte und er wird ein Abendessen. Die Mahlzeit ist einfach, gibt aber Ruhe und Sättigung. Es kündigt das letzte Abendmahl an, das nie das letzte ist, weil es andauert.

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